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Der Winkelschleifer – ein Multitalent

Sie kennen das Werkzeug alle: die Flex, das Synonym für Winkelschleifer. Ackermann und Schmitt wollten mit ihrer in 1922 gegründeten Firma die eine Handschleifmaschine mit einer flexiblen Welle realisieren, die sie erfunden hatten. Unter dem Namen Flex fing alles an. Unter diesem neuen Namen kamen Anfang der 30er die gefertigten Schleifmaschinen mit direktem Antrieb auf den Markt. Die Ingenieure Ackermann und Schmitt erfanden das neuartiges Winkelgetriebe, wobei die Kraft übertragen wurde über zwei Zahnräder. Das Winkelgetriebe ersetzte nun die flexible Welle.

 

Die Geschichte der Flex

In 1954 ersetzte ein hochtouriger Winkelschleifer den niedertourigen aus 1935. Seit 1996 heißt das Unternehmen Flex-Elektrowerkzeuge und der Duden hat das Wort flexen in 2002 in die deutsche Rechtschreibung aufgenommen.
Die erste Flex hatte die Bezeichnung DL 9 auf den Markt. FLEX wurde das Synonym für Winkelschleifer und flexen ersetzte in der Umgangssprache das Verb trennschleifen vollständig. Es dauerte dann bis 1987 bis das Hochglanz Set erschien. Das Unternehmen entwickelte komplette Systeme, um Autolacke, Möbel und Natursteinböden schonend zu polieren.

Die Flex funktioniert auch heute noch wie damals. Nur die Materialien sind im Laufe der Zeit geändert worden und die Geräte weiter entwickelt. Damals war der Körper noch aus Gusseisen, so kommen derzeit modernste Kunststoffe zur Produktion. Mit den aktuellen Materialien wurde das Werkzeug leichter sowie handlicher.

Auch die Form erfuhr ein Entwicklung zum Ergonomischen und die Motoren leisteten mehr trotz kleinerer Bauweis. Motoren und Getriebe wurden leiser sowie langlebiger, sie wurden besser vor Staub geschützt. Die Flex wurde Vorbild, wodurch etliche weitere Maschinen entwickelt wurden. Die Firma Flex stellt mittlerweile siebzehn unterschiedliche Modelle von Winkelschleifern her. Darunter sind auch Akku-Winkelschleifer. Die Modelle von 710 und 1300 Watt kommen im sehr schlanken Design, tollen Handlingeigenschaften und aktuellen, innovativen Produktmerkmalen, wie mikroprozessorgesteuerten Elektroniken sowie dem seitlichen FLEX-Handgriff.

 

Was macht die moderne Flex heute aus?

der Winkelschleifer schleifet und trenn Metall und Stein
Handlich kompakt ist er bis 150 mm Scheibendurchmesser
beste Schnittkapazität bieten Geräte mit 230 mm Trennscheibe
Neben Metall schneiden Sie mit der passenden Scheibe auch Stein und Fliesen. In der Werkstatt gehört der Winkelschleifer zur Grundausrüstung. Im Metallbau glätten Sie Schweißnähte. Gängige Anwendungen sind:

Schweißnähte glätten mit Schruppscheiben
Schlichten von Oberflächen mit Schleifscheiben
Trennen von Metall oder Stein mit Trennscheiben
Die eigentliche Verwendung hängt von der Größe sowie der Motorleistung des Modells ab. Die Maschinen gibt es in der Kompaktklasse mit einem Scheibendurchmesser von 115 bis 150 mm sowie die großen bis 230 mm. Die keinen Geräte wiegen oft unter 2 kg. Die Standardausrüstung kommt mit der nützlichen Spindelarretierung für den Scheibenwechsel. Der Überlastschutz sollte den Motor schützen und sie muss mit einem Wiederanlaufschutz ausgerüstet sein, um nach Unterbrechung der Stromversorgung sich nicht selbstständig einzuschalten. Gute Modelle bieten zusätzlich:

  • eine Elektronik mit Drehzahlregelung sowie -konstanthaltung
  • Sanftanlauf
  • werkzeuglose Verstellung der Schutzhaube

Zur Profi-Ausstattung gehört das Stromkabel mit mindestens 4 m. Mehr Bewegungsfreiheit haben Sie mit einem Akku Winkelschleifer. Der neueste Stand der Technik hat einen bürstenlosen Motor (brushless). Das richtige Zubehör ist wichtig. Sie erhalten die Markenscheiben zu Ihrer Flex in Onlineshop. Eine Alternative zur Stirnlochmutter mit Schlüssel ist die Schnellspannmutter wie die besonders flache Fixtec-Spannmutter, die zum M14-Gewinde des Schleifers passen sollte.

 

Fazit

Winkelschleifer sind ein festes Inventar des Hobbywerkers und Profis. Die Marken-Maschinen unterscheiden sich kaum: Die Größe und Ausstattung ist wesentlich. Auch eine gute Vibrationsdämpfung ist im Dauereinsatz von Vorteil. Gegen Staub hilft alternativ ein Nasswinkelschleifer und eine Alternative bei dicken Blechen ist ein Nibbler.